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Bild: Peter Müller 10.08.2017

 Die Goldene Acht auf dem Rheinhauptdamm im Schutzgebiet „Burgau“

(Beitrag im pdf-Format)

Die Goldene Acht wurde vom BUND NRW und der AG RW Lepidopterologen   zum Schmetterling des Jahres 2017 gekürt.

Sie begründen diese Wahl mit der Intensivierung der Landwirtschaft. So schwindet der Lebensraum für diesen Schmetterling - und für andere seiner Art – zusehends. Die Raupen der Goldenen Acht ernähren sind von Luzerne und Klee und brauchen naturnahe blütenreiche Wiesen.

Mit dem in den 30iger Jahren des vergangenen Jahrhunderts erbauten Hochwasserdamm nah am Ufer des Rheins hat der um seine Investitionen besorgte Mensch ein Refugium geschaffen, das diesem Schmetterling den Lebensraum bietet, der in der anderweitig genutzten Landschaft nicht mehr zu finden ist.

Der Hochwasserdamm steht seit 1989 als der westlichste Bestandteil des Schutzgebietes „Burgau“ unter Naturschutz. Eine Eigenschaft, die er mit dem eigentlichen Anliegen des Dammes so am Rande erledigen darf. Die Pflege des Dammes zur Erhaltung seiner Aufgabe als Schutzwall gegen Überflutungen des Rheinparks und der anschließenden Gewanne geht der Aufgabe des Naturschutzes deutlich voraus.

Die Pflege scheint in den vergangenen Jahren mit unterschiedlichen Ansätzen vollzogen worden zu sein. Doch Jahr für Jahr bieten die beiden trockenen, mageren Hänge eine Vielzahl von Pflanzen den Lebensraum, den sich der Naturschutz auch für größere Bereiche wünscht.

Der Damm bleibt im Zentrum der ehemaligen Auenlandschaft des Rheins ein ungewöhnliches Angebot. Ein trockener Standort, der im Auengebiet nur vorübergehend natürlich auftreten kann, wenn ein Fluss, als Gestalter dieser Landschaft, erhöhte Standorte lange Zeit unberührt lässt. Wir haben diesen Biotoptyp Damm im Laufe der Kultivierung der Rheinauen künstlich geschaffen und verändert, so wie die von ihm geschützten Felder, Streuobstwiesen, Wälder, Seen, Teiche, Bachläufe, Tümpel, Höfe usw.

Vom Altrhein verblieben nur der kleine Reste im Norden des Knielinger Sees; unter Schutz gestellt im Jahr 1980 unter der Bezeichnung „Altrhein Maxau“. Wobei zu betonen ist, dass der Verlust an Auenlandschaften durch den Gewinn an hier einst untypischen Standorten nicht aufzuwiegen ist.

Unser Wunsch ist die Beachtung der Artenvielfalt, soweit es der Hochwasserschutz zulässt. Besseres haben wir insoweit nicht zu bieten!

 

Anlagen:

Video „Hochwasserdamm als Lebensraum“    ( https://youtu.be/DZNZszmY-0s )

 

 

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max.albert@mail.de

Karlsruhe, 09.2017 

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Max Albert, NABU Gruppe Karlsruhe  | max.albert@mail.de