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Einsaht von Wildkräutern

Der erste Baustein

 

(Beitrag im pdf-Format)

 

Im Süden des Hofgutes Maxau hat die Vorbereitung der Felder auf die Einsaht der Wiesenkräuter begonnen. Im Juli stand hier noch der Winterweizen, der im August geerntet große Strohrollen hinterließ. Nun sind die Felder gepflügt und geeggt. Vor Ort stehen die Säcke mit Saatgut.

Das Saatgut wurde von der Trabrennbahn und den Wiesen beim Kastanienbaum gewonnen. Dazu kommen Kräuter aus dem Wiesendrusch von Baden-Baden und Sinzheim Korbmatten. Das Saatgut wurde vorwiegend im Jahr 2011 geerntet.

Die Zusammensetzung des Saatgutes aus den Korbmatten bei Baden-Baden kann einer Auflistung entnommen werden, die anlässlich einer vergleichbaren Saatgutgewinnung für die Deutsche Bahn im Jahr 2008 aufgestellt worden ist (siehe Anlage).

Bei der Vorbereitung der Wiesenflächen wurde Abstand von den angrenzenden Wäldern, Wegen und Dämmen gehalten. So entstanden Randstreifen, die dem Übergang ins benachbarte Biotop Raum gewähren. Die Einsaht braucht nun mehrere Jahre der Pflege, um eine geschlossene Pflanzendecke zu bilden, die von den Hufen der Rinder nicht  aufgebrochen werden kann.

Das Projekt Rheinpark startet mit dem die Investition tragenden  landwirtschaftlichen Gerüst  - als ernsthafter Hintergrund der angestrebten Parklandschaft -  in die wichtigste Phase seiner Umsetzung. Die ersten Maßnahmen lassen erkennen, dass dem Status des Geländes als kombiniertes Landschafts- und Naturschutzgebiet nunmehr Rechnung getragen wird. Eine Erkenntnis, die nach dem enttäuschenden Beginn eine verbesserte Rücksichtnahme auf die Natur der Burgau, die Rheinniederung insgesamt, erwarten lässt.

Wie bitter notwendig ein Freizeitangebot geworden ist, das nicht allein der Unterhaltung, sondern gleichrangig der Förderung des Verständnisses für die Anforderungen der Natur dient, zeigen die derzeit breit diskutierten Erkenntnisse des Klimarates. Das Schicksal der Burgau ist bestimmt ein winziger Baustein im Gebäude des Klimaschutzes. Doch ohne auch diese kleine Zelle wird kein Haus draus.

Der NABU, der diese Internetseiten trägt, hat 2012 die „Fortschritte und Hindernisse bei der Umsetzung der EU-Strategie für die biologische Vielfalt“ dargelegt und dabei den Untertitel gewählt „Erste Fortschritte – gefährdet durch die EU-Agrarpolitik“. Lesen Sie dort und in Artikeln dieser Seiten über die Bedeutung einer ökologisch orientierten Bewirtschaftung des Ackerlandes auch der im  Besitz der Stadt Karlsruhe befindlichen Flächen.

 

Anlagen:

Wiesendrusch-Beispiel (Baden-Baden)

NABU-Hintergrund_eu-biodiversitätsbericht 2012

 

Beiträge unter Hofgut Maxau:

Ökologische Landwirtschaft 03.03.2013

Ackerzwist im Schutzgebiet 15.03.2013

Bewirtschaftungskonzept Hofgut Maxau 07.05. 2013

Bilder aus dem Bereich des Hofgutes Maxau

 

 

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max.albert.ka@googlemail.com

Karlsruhe im September 2013

 

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Max Albert, NABU Gruppe Karlsruhe  | max.albert@mail.de